Alexandra Bentzien
Brief Memories of Horses
I have a brief memory of a horse
Hanging over me
Black eyes solid like nightwater
My face suspended in the middle. A warm cloud from her nose
Mist
Not soft as I want it to be – the skin white as the white
Lain over the earth for days and days
Snow in sunless winter – still, I’d like to reach out
And touch her
So she knows that I am here.
We are alike in some ways
New to this world
In unknown too-tall trees.
Could I
Cross the fence, steady my shoes
In the dark wood slats
One by one
Until I join you in the clearing
Among mud and green and smaller creatures
Would you like my red dress
I have short hair like you
I am light enough to sit on your back
Without you knowing like floating
Like whisper
Like shallow pool water
I will be light enough to let you wander
Wherever we can go
There and then
Mother’s hands around my ankles
Telling me to come back
And I hear the music there’s dirt all over
Your new dress, Alexandra and the voices in the barn
Are already dancing but there,
New horse, there.
My palm’s too small for the bridge of your nose.
Show me the branches of your jaw when you turn
Keep me in the corner of your eyes
As long as you can.
Caroline Antony
flüchtige Pferde-Erinnerungen
Ich habe eine flüchtige Erinnerung von einem Pferd
Über mich gebeugt
Augen schwarz wie Wasser bei Nacht
Mein Gesicht aufgehoben in der Mitte. Eine warme Wolke aus ihrer Nase
Nebel
Nicht so weich wie ich will – die Haut weiß wie das Weiße
Das Tag um Tag über die Erde gelegt wurde
Schnee im sonnenlosen Winter – trotzdem möchte ich aus-reichen
Und sie berühren
Damit sie weiß, dass ich hier bin.
Wir sind uns gleich, in gewisser Weise
Neu in dieser Welt
In unbekannt zu-hohen Bäumen.
Könnte ich
Den Zaun übersteigen, meine Schuhe zügeln
In den dunklen Holzlatten
Eine nach der anderen
Bis ich dich bei der Lichtung treffe
Zwischen Schlamm und Wiese und kleineren Wesen
Würdest du mein rotes Kleid mögen
Ich habe kurzes Haar wie du
Ich bin leicht genug, um auf deinem Rücken zu sitzen
Ohne dass du davon weißt, schwebend
Wie Geflüster
Wie eine Wasserlache
Ich werde Licht sein, um dich wandern zu lassen
Wo auch immer wir können
An Ort und Stelle
Mutters Hände um meine Knöchel
Rufen, ich soll zurückkommen
Und ich höre die Musik da ist überall Schmutz
Dein neues Kleid, Alexandra und die Stimmen in der Scheune
Tanzen schon, außer da,
Neues Pferd, da.
Meine Handfläche ist zu klein für deinen Nasenrücken.
Zeig mir die Äste deines Kiefers wenn du dich umdrehst
Behalt mich in deinem Augenwinkel
Solange du kannst.